[These] Es gibt keine Biopolarität!?!

28.04.2021 10:16 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2021 10:23)
avatar  Demis
#1
De

Hallo, ich hab mich hier gerade neu angemeldet weil ich gerne mit euch über einen Gedanken sprechen möchte.

Kurze Vorgeschichte: Vater diagnostizierte Manische Depression. Ich selber auch seit meinem 18 Lebensjahr (damals war ich Aufgrund eine drogeninduzierten Psychose das zweite mal im Krankenhaus (vorher einmal nach Suizidversuch im Alter von 12Jahren, es ist eine lange Leidensgeschichte mit frühkindlichen Traumata und Missbrauch anhängig)

Die Ärzte haben aber auch mehrmals die Diagnose gewechselt u.a. haben sie sich auf eine Bordlerline Störung festgelegt weil ich mich als Jugendlicher ein paar in den Arm geschnitten habe (die haben aber auch nicht wirklich zugehört, das war damals eher eine Mode in der Heavy Metal Szene und das haben auch vollkommen gesunde Leute gemacht)

Gut das reicht denke ich erstmal. Ich habe natürlich über die Jahre eine Menge mitgemacht und bin jetzt 42 Jahre und habe versucht einmal genau so verstehen was passiert eigentlich immmer wieder mit mir.

Über die Jahre waren eigentlich keinerlei manisch Phasen zu erkennen, ich war im Prinzip seit meiner Kindheit dauer depressiv. So nun kommen wir zum spannenden Punkt:

In dieser langen Zeit der Depression gab es immer mal wieder Phasen in den diese aufgebrochen ist und es mir leicht besser ging. Dann war natürlich die Freude groß und ich habe unbewusst versucht alles das was in der langen Zeit der Depression nicht stattgefunden hat nachzuholen.
Ich glaube das ist auch ein biologisches Prinzip das das ein Lebewesen wenn es denn dazu in der Lage ist das Maxium an Aktivität entwickelt. Beispiel: Frühjahr/Paarungszeit.

Also sprich ich habe dann viel Außenaktivität entwickelt, weniger geschlafen als sonst und dann natürlich auch mehr Geld ausgegeben. Genau so hab ich Kontakt mit Menschen gesucht und erstmal alles raus kommuniziert was da so in der Einsamkeit aufgelaufen ist. Ich war überingens schon als Kind ein Mensch der viel und gerne gesprochen und sich ausgetauscht hat, um nicht zu sagen eine Labertasche.

Wenn man denn wollte könnte man sagen: Er redet viel, schläft wenig und gibt Geld aus was er eigentlich nicht hat. Klare Anzeichen einer Manie. So wurde es mir gesagt und so wird es auch oft im Netz beschrieben.

Da sage ich nun aber nein, stop, diese Dinge sind recht einfach wie oben beschrieben zu erklären: Der Mensch holt schlagartig alles nach was in von mir aus zwei-drei Jahren Depression liegen geblieben ist.

Natürlich redet man da vielleicht etwas zu viel (das machen aber einsame Menschen auch) gibt etwas zu viele Geld aus (von mir aus geht man essen oder ins Kino) und dann geht das Geld halt weg. Genau das selbe was die Kommunikation und den so genannten "fehlenden Abstand" zum Gegenüber angeht. Klar kann das zu Problemen führen, ich sage gleich noch etwas dazu.
Aber sind das schon Anzeichen einer Biopolaren Störung? Ich bin mir dabei mittlerweile nicht mehr so sicher, denn wenn es welche sind dann haben sie Methode. Wie rum war das denn? Erstmal die Manie und dann die Depression? Sagen das die Ärzte so? Oder anderes herrum das habe ich gerade vergessen.

Also wie auch immer: Bei mir: Depression, über Jahre, dann bricht warum auch immer mal eine postive Phase an, ich suche Kontakt und Aktivtät bei denen es oft zu Problemen kommt weil ich eben auch immer wieder zu den falschen Personen Kontakt hatte und dann setz wieder der Rückzug ein, man hat Schwierigkeiten mit dem Geld, hat vielleicht sogar Schwierigkeiten mit der Polizei etc. weil es Auseinandersetzungen gab (ich bin ehrlich gesagt wie ein friedliches Hoppel Häschen und gerade dann aber doch in Gewaltätigkeiten weil ich mit allen jeden Kontakt habe, das letzte mal (ich werd hier nicht ins Detail gehen) haben mich vier Leute halb tot geschlagen.

Gut sprich: Mein Taktik ist nun, wenn so eine Phase anbricht, nicht übertreiben, nicht zu viel Geld ausgeben und mittlerweile habe ich auch die Denkart: Jeder ist ein Freund den du bloß noch nicht kennst abgelegt.

Meine These ist nun: Es gibt keine Manie es gibt blos Depressionen, die wie in meinem Fall unterbrochen werden und dann zu gewissen Verhalten führen, das aber biologisch erklärbar und nicht pathologisch krank ist. Sprich man muss wenn dann die Depression behandelt (und deren Wurzeln) (therpeutisch) und keine Phasenmedikamente (Lithium etc) verordnnen. Wenn man es denn schafft die Depressionen die sehrwohl krankhaft sind ab zumildern oder gänzlich zu beseitigen dann würde das auch bedeuten das was die Ärzte im Moment noch als krankhafte Hochstimmungen betrachten verschwinden würde.

Soweit das was ich dazu denke. Wichtig ist, es geht mir nicht darum die Krankheit weg zureden wie es viele Menschen tun die, die BP Diagnose haben. Wenn die Krankheit so wie bisher von der Medizin angenommen existiert dann muss man natürlich mit Lithium und Co behandeln, wenn es sich aber nur um Depressionen aufgrund von unaufgearbeiten Traumata handelt dann sollten diese behandelt werden, therapeutisch und zur Not auch mit antidepressiven Medikamenten.

Ich habe fertig, scheibt mir mal bitte eure Meinungen und Gedanken.
(Nicht Korrektur gelesen, bitte entschuldigt Rechtschreibung und Grammatik, der Inhalt sollte verständlich sein)

P.S. Was mir gerade noch einfällt: Ich habe meinen Vater nur zweimal als Kind getroffen, er hat soweit ich das weiß an genau dem selben Weltschmerz gelitten wie ich das teilweiße auch und hat sich dann bis in sein fünzigstes Lebensjahr geschleppt und dann umgebracht weil er nicht mehr konnte. Er selbst hat auch immer davon gesprochen das er fehlbehandelt wird, also das nicht therapteutsisch gearbeitet wurde sondern nur medikamentiert. Das war aber auch noch eine andere Zeit (DDR und bis 1995 in der BRD). Das Prinzip hat sich vielleicht etwas verändert, aber viele Betroffene beschreiben auch heute noch ähnliche Dinge in ihrer Erfahrung mit Ärzten und dem System Psychatrie.

(edit: Ergänzug)


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05.05.2021 09:18 (zuletzt bearbeitet: 05.05.2021 09:20)
avatar  Ela
#2
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Ela

Hallo Demis

So sehe ich das auch & aus eigener Erfahrung. Eine Depression bedeutet sich ohne Macht = Ohnmächtig zu fühlen.
Aufgrund der ganz individuellen Ursachen. Nun reagiert jeder Mensch sehr individuell auf seine Ursachen. Nicht jeder der traumatisiert wurde bekommt darauf als Wirkung die Phasen von Depression & Manie ( Manie ist die Übermacht) da Macht man genau das, was sonst in sich unterdrückt wird aufgrund des erfahrenen Traumas. Das als Beispiel. Nicht jeder hat ein Trauma erfahren. Obwohl es manchmal nur kleine ausreichend sind für Symptome oder Krankheiten. Denn alles wird in jeder Körperzelle gespeichert.

Wie du schon sagst, es muss die Ursache gelöst werden. Und nicht wie es immer noch sehr häufig ist, wir müssen was gegen die Depression & was gegen die Manie machen bzw. viele sind in einem ständigen Kampf

" Ich kämpfe gegen die Manie oder gegen beide" " ich kämpfe gegen die Krankheit"

Es braucht keinen Kampf dazu.

Dann als nächstes die Krankheitsbezeichnung gilt heute immer noch sehr stark prinzipiell als Unheilbar.

Schon alleine das Wissen, der Glaube sogar von der Alten Wissenschaft daran, hat eine Wahrheit, Wahrnehmung & Fokus & deren Realität auf : ich kann nie richtig Gesund werden, werde immer krank sein. Was hat das wohl für Auswirkungen. Das wer will kann für sich selbst reinfühlen & die Antwort bekommen. Denn Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Ist das Wissen, der Glaube auf Heilbarkeit, ist auch bewiesen durch die Neue Wissenschaft ausgerichtet, so entsteht eine ganz andere Wahrheit mit deren Wahrnehmung, Fokus & deren Realität & deren Wirkung.

Wenn die Ursache erkannt und gelöst, transformiert (geheilt) wird von Innen heraus & uvm. und du dich als Schöpfer deines Lebens erkennst & danach dein Leben positiv gestaltest mit den vielen Möglichkeiten, die man in sich hat, kommt es nicht mehr zu einer Störung der inneren Balance = Manisch Depressiv. Das gilt auch für andere Krankheiten.

Alles was wir in uns unterdrücken Z. Bsp. besonders unsere Gefühle & deren Gedanken, Bedürfnisse, aufgrund der vorhandenen Ursache zeigt sich als Wirkung im Aussen. Sei es unser Körper spiegelt = projiziert es uns, im Beruf, Partnerschaft, Eltern, Freunden bei unseren Kindern, ja auch bei Tieren uvm.
Denn durch diese Unterdrückung entsteht z. Bsp. die Bipolarität Manisch- Depressiv

Natürlich bin ich auch froh, dass wir die Medikamente, die Schulmedizin haben. Dafür bin sehr dankbar. Doch meine Devise ist geworden, nur soviel, wie gerade nötig ist. Für Akut ja, aber auf Dauer Nein. Wozu, weil ich die beste Medizin für mich selbst bin. Viele richten ihren Fokus nur auf die Medikamente, weil sie nicht das notwendige Wissen dazu haben, es ihnen so vermittelt wird. Ging mir bis 2012 auch so. Bis dahin hatte ich das Alte Wissen.


Jeder entscheidet selbst, für was er sich entscheidet für Heilbar oder Unheilbar & richtet sich demzufolge = automatisch danach sein Leben aus.


Liebe Grüsse Manuela

VertrauDirSelbst, denn Du hast DEINE Selbstermächtigung = Selbstliebe in Dir.

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10.08.2021 01:02
avatar  Bipolar
#3
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Administrator

@Ela @Bipolara @Anna @Anja Griebel @Claudia @Gabrielle @RubyGloom @Schnegle @Simon Floß @silver_

Liebe Manuela!

Zitat von Ela im Beitrag #2
" ich kämpfe gegen die Krankheit"


Ich habe diese Energie meiner Bipolarität finde ich sinnvoll kanalisiert in mein Leben und ja ich werte es nicht bipolar zu sein. Ich nutze es und das ist doch okay so oder?

Herzlichst bei Frankfurt am Main
Emin


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10.08.2021 19:10
avatar  Ela
#4
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Ela

Lieber Enim

Was genau nutzt du?

Herzlichst Manuela

VertrauDirSelbst, denn Du hast DEINE Selbstermächtigung = Selbstliebe in Dir.

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