Gicht-Arzneimittel soll bei der Therapie bipolarer Störungen helfen

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22.09.2017 22:24
avatar  Laura
#6
La

Ich war mal auf Paroxetin eingestellt und es war eine Wohltat, als ich die ersten 4 Wochen damit hinter mir hatte. Die erste Zeit ist schlimm, man muß sich an das Zeug gewöhnen, ich schaffe das nicht mehr wegen dem Überhang am nächsten Tag, kann mir den Überhang nicht erlauben, weil ich arbeiten muß und fitt sein muß.
Ich bin ja ein "Fan" von Benzodiazepinen, war mal sehr hoch eingestellt auf Tavor in einer Klinik, da fühlte ich mich wie in Watte, war ein schönes Gefühl. Natürlich kann man Benzodiazepine nicht lange in einer hohen Dosis nehmen. Sie machen auch blöde. Das bedeutet, dass sie sich einlagern. Und auf Dauer wird man davon noch antriebsgestörter. Das ist natürlich sehr kontraproduktiv.
Benzodiazepine sind gefährlich weil sie so gut sind, ist wirklich keine Kunst, davon abhängig zu werden. Nachdem mein Arzt mir das mit dem Einlagern erklärt hat, will ich das nicht mehr nehmen. Alles kann ich brauchen, nur nicht noch mehr Antriebshemmung.Ich versuche jetzt ein Antidepressivum einzuschleichen. Aber bis jetzt ist es mir nicht gelungen.

Laura


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23.09.2017 18:31
avatar  Bipolar
#7
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Administrator

@Anna @Bipolara @VerstehenStattVergessen @Lanthan @Nathan @Articlebane @RubyGloom @Qusay Shehadeh @Lotte

Ihr kennt euch doch damit aus glaube ich, als die ich hier mit @nickname erwähnt habe, könnt ihr Bitte antworten für @Laura denn ich nehme garnichts ein!

Herzlich
Emin


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24.09.2017 21:52
avatar  Lotte
#8
Lo

Zum Thema Medikamente:

Seit ungefähr 10 Jahren nehme ich keine Dauermedikamente. Habe mich in der bipolaren Störung soweit kennengelernt, dass ich es in dieser Zeit auch Dank meiner Familie geschafft habe die Hochs und Tiefs auszubremsen.
Ein Warnzeichen für die Manie sind die Schlafstörungen. Wenn ich da wieder reinkomme und es nicht mit TeesMilch nit Honig Baldrin und Einschafhypnosen .....höre ich über Youtube schaffe, dann reichen mir 2 mg Mirtazepin.. Das ist eine 15 mg Tablette geachtelt. Mein verordnender Psychiater ist sehr offen und har damit kein Problem. In meiner Reha bekam ich die Einschlafprobleme und da dauerte es länger. Der Dok wollte mich auf Neuroleptika setzen. Hab ich nur zum Schein angenommen. Nach zwei Wochen konnt ich wieder schlafen ohne irgendein Mittel. Hatte mir gnz fest vorgenommen mich nicht repsychiatrisiefen zu lassen.
Sie tun gerne so als ob es keine andere Lösung als die Medikamente gibt und bringen sehr viele Formulierungen, die psychologisch ansetzen. Z.B. sie wolen doch dass es Ihnen besser geht.
Keiner der Ärzte gibt die Gewähr dass man keinen Schden erleidet. Schon varnicht die Pharmaindustrie.
Und es gibt Studien darüber dass die Antidepreysiva deressiv machen.
Eine Depression hat irgendwo auch ihren Sinn. Es geht darum das eigene Leben auszuloten. Sich die Sinnfrage so zu beantworten dass man keine Glückspille braucht. Die Suche nach dem Siin mann schon etwas dauern unnd eigentlich ist man immer unterwegs. Das klingt etwas mystis h.
Hatte ja schon auf Spirituität als Hilfe bei der Erkrankung hingewiesen. Das hat nicht die körperlichen Nebenwirkungen.
Die Nebenwirkungen haben mich immer misstrauisch gegenüber den Psychopillen gemacht. Einmal schluckte ich ca. 2 Jahre Edronax. Half mir eher weniger. Hab dann mal im Netz rechwrchiert und stieß ajuf einen Hinweis dass in den USA Untersuchungsergebnisse über tatsächliche Nebenwirkungen in Form von Depression unterschlagen worden sind. Wie konnte ich danach noch überhaupt einem Mittel trauen. Habe den Arzt gewechselt.
Als ich 26Jahre alt war wurde meine Manie zwei Monate stationär mit Haldol und Valium behandelt. Ich kam runter und stürtzte ins Loch. Daraufhin hab ich mich wieder einweisen lassen, da man mir Hoffnung machte dass ich nur auf das richtige Mittel eingestellt werden müsste. Nach zwei Monaten merkte ich dass die Muttel an meiner Depression nichts änderten, und markierte Besserung um der Klinik zu entkommen.
Danach habe ich immer versucht Klinikaufenthalte zu vermeiden.
Mit den Jahren lernt man dich dazu.
Im Leben kommen immer wieder Prüfungen. Ne Weile hab ich die Krankheit auch etwas ausgeblendet. Depris hat ich immer mal wieder. Die nimmt man eher wahr als wenn man leicht über dem Level ist. Das geht unter

Sind wir doch mal ehrlich. In unserer Gesellschaft ist ein leichter Hang zu manischem Verhalten normal und wünschenswert. Aktivismus, immer im Flow sei, von sich selbst überzeugtsein, sich immer von der besten Seite präsentieren, usw. Wenn ich unserer Gesellschaft( der Glanzcoverseite) eine Krankheit diagnostizieren müsste, würde mir auf alle Fälle die Manie einfallen. Diese Ruhelosigkeit. Diese mangelnde Bereitschaft zum Innehalten.

Warum leiden Deprimierte so sehr an der Depression. Dich auch weil es in unserer Gesellschaft so unerwünscht ist und gegen den Trend geht.

Es ist nicht schick deprimiert zu sein. Aber ein wenig manisch ist hype.

Oft habe ich mich gefragt, ob dueses Bipolare Syndrom überhaupt wirklich eine Krankheit ist. Ob wir diagnostizierten nicht einfach nur das wiederspiegeln was in der Gesellschaft im argen liegt? Das sind jetzt philosophisch anmutende Überlegungen. Vielleicht kann es jemanden aber der so richtig im Depritief ist etwas trösten.

Hatte mal einen sehr spirituellwn Hausarzt, dem es leider auch nicht gelungen ist meine bipolare Störung zu heilen....wir können uns nur selbst im Einklang mit sem Sein heilen.....er hat immer betont dass due Lage der Depression günstiger ist als die Manie...auch wenn es sich weniger gut anfühlt. Weil man dann vielmehr am Suchen und überlegen ist wies weitergehwn kann. In der Manie hat man einfach keinen Boden mehr unter den Füßen. Wir Menschen müssen geerdet sein.
Ok. Natürlich ist es auch nicht das Ziel sich wie ein Wurm am Boden kriechend zu fühlen.

Der Mensch ist schon ein sehr viele Rätsel aufgebendes Wesen.
Keiner kann das allein lösen. Deshalb drehen wir uns in den Depris in unsern Gedanken auch immer so im Kreis. Durch Denken allein lässt es sich nicht lösen.

Es geht darum zu SEIN und nicht darum zu denken wie wir seien könnten oder sollten.

Für heute genug von mir gegeben.
Entschuldigt, dass ich so unstrukturiert schreibe

Und ich möchte auch niemandens Zeit in Anspruch nehmen

Kurzfassen ist eine Kunst
Manche im Forum kriegen das super hin.

So long
Eure Lotte


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08.10.2017 22:02
avatar  Bipolar
#9
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Administrator

@Lotte @Gabrielle @Bipolara @Anna @VerstehenStattVergessen @Schnegle

Liebe Lotte!

Zitat von Lotte im Beitrag #8
Es geht darum zu SEIN und nicht darum zu denken wie wir seien könnten oder sollten.


Ein sehr schöner Satz, ich denke da an zwei Sachen:

Sich selbst akzeptieren

Im Hier und Jetzt leben


Wir müssen uns nicht verstellen, keine Masken aufsetzen oder so sein wie andere es möchten, einfach sich selbst sein das ist richtig.

Herzlich
Emin


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05.02.2019 15:54
avatar  Chingis
#10
Ch

Hi Laura,

wie funktioniert das mit den Einlagerungen? Ich bin Angehörige, mein Partner hat auch mehrere Wochen Tavor nehmen müssen. Jetzt nimmt er es nicht mehr seit ca. 3 Wochen aber ich habe das Gefühl dass irgendwas anders ist. Hat es sich bei dir wieder gelegt? Lieben Gruß


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