Kurze Vorstellung

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12.09.2016 06:39
#6
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Moinmoin Allerseits

Meine Wenigkeit ist 30 Jahre alt und hat ein 13-jähriges Kind.
Die bipolare "Störung" ist bei mir vor 1 1/2 Jahren diagnostiziert worden. Wielange sie mich tatsächlich schon begleitet ist völlig unklar (mein Gedächtnis gleicht einem grobmaschigem Fischernetz). Ich war in der Gastronomie tätig, was die Symptome aufgrund des alltäglichen Stresses auf die Spitze trieb, sodass ich mich damals über Nacht habe einweisen lassen. Nun stehe ich da, ohne zu wissen wie es beruflich weitergehen soll. Mein Nervensystem ist dünn wie Seide. Einen Arbeitsplatz finden ohne Stress? Hm!
Momentan begleitet mich die Angst davor gar nichts auf die Reihe zu bekommen, vom ausfüllen der Mutterrolle ganz zu schweigen. Und mein "frischer" Partner hat mich gerade am Wochenende mal ganz anders erlebt, als wäre ich eine andere Person - das war wohl erschreckend, da ich sehr aggressiv aufgetreten bin (verbal).
Es ist wirklich viel verlangt und mit das Schlimmste wenn die Nahestehenden sich auf einen einstellen müssen, bzw. hier & dort etwas miterleiden oder sich zurück nehmen - ich mag kein Aufhebens bezüglich meiner Person.
Wie dem auch sei, ich mag mich über das "Bipo-Sein" an sich nicht beklagen. Sowohl die Manien als auch die Depressionen haben etwas für sich & ich sehe diese Diagnose nicht als Erkrankung. Vielmehr betrachte ich es schlichtweg als einen Teil des Ichs & als eine Art Segen zu wissen warum man "anders" ist - so offenbart sich die Möglichkeit gezielt daran zu arbeiten um das Beste daraus zu machen. Lediglich den gemischten Episoden kann ich nichts abgewinnen. Da stecke ich gerade drin & bin somit hier gelandet..

Ich freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten


Bunte Grüße,
UppsyDown

PS: Sorry falls ich den Rahmen für die Vorstellung mit diesem kleinen Roman gesprengt habe - Kurzfassungen gehören nicht zu meinen Stärken.


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13.09.2016 18:27 (zuletzt bearbeitet: 13.09.2016 18:38)
avatar  Bipolar
#7
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Administrator

@Uppsydown

Hallo UppsyDown!

Willkommen hier unter uns.....

Mir ging es genauso wie dir denn ich habe es auch erst bemerkt vor ca. 1,5 Jahren und bin nun im 49.ten Lebensjahr. Ist fast nicht zu glauben das wir ohne es zu wissen damit gelebt haben. Ok Angst ist hier verständlich doch lasse dich möglich nicht von Ihr leiten denn es macht alles nur noch schlimmer. Also wie heisst es Angst ein schlechter Berater?



Du schreibst: Vielmehr betrachte ich es schlichtweg als einen Teil des Ichs & als eine Art Segen zu wissen warum man "anders" ist - so offenbart sich die Möglichkeit gezielt daran zu arbeiten um das Beste daraus zu machen.

Genau so sehe ich das auch. Es gehöhrt einfach zu mir und wird mich wohl noch weiter begleiten auf meinem Lebensweg doch es deshalb als eine Krankheit abzutun ist für mich eine Abwertung meiner Person!



Du schreibst: Sorry falls ich den Rahmen für die Vorstellung mit diesem kleinen Roman gesprengt habe - Kurzfassungen gehören nicht zu meinen Stärken.

Ganz im Gegenteil: Schreib Bitte alles was du auf dem Herzen hast. Eröffne soviele neue Themen wie du möchtest. Frage uns, fordere uns. Ja nutze das Forum auch wenn es noch ein sehr junges und kleines Forum ist. Selbst wenn nicht gleich eine Antwort kommt auf deinen Beitrag tut es schonmal gut sich das was einen drückt von der Seele zu schreiben. Mir ist es hier wichtig das jeder absolut anonym sich helfen lassen kann oder anderen helfen kann mit seinen Erfahrungen. Wir Niveauvoll miteinander umgehen. Unsere Moderatoren achten auf die Nettiqetter hier. Niemand wir hier geschmälert oder verliert sein Gesicht, wir sind nicht mehr oder weniger Wert wie die "Normalos" doch manchmal denke ich das wir vom Leben einfach stärker geprüft werden und somit auch einen grösse Chance erhalten uns weiterzuentwickeln. Nochmal zu dir: Ich selbst lehne Medikamente ab denn ich glaube nicht das diese die Bipolare Störung wegmachen sondern das daran eher die Pharmaindustrie verdient. Es gibt vielleicht Fälle wo es unumgänglich ist doch wenn ich ohne Arznei in mich reinpumpen leben kann und mich auch Persönlich weiterentwickle dann bin ich auf dem richtigen Weg so wie du UppsyDown auch denn du hast ja den Mut gefunden dich selbst zu reflektieren, dich uns mitzuteilen auch wenn wir in einem einzigen Beitrag hier nicht alle Probleme lösen können. Soviel für den Moment den ich muss gleich Yoga Unterricht geben gehen an Zahnärztinnen und Ärzte. Gebe ich kostenlos......erwarte nicht mal ein Danke dafür.

Ganz herzlich
Emin


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