Hallo an Alle

04.03.2021 17:01
#1
mr

Hallo und vielen Dank für die Bestätigung meiner Registrierung.

So, dann stelle ich mich mal vor... Ich habe endlich den Mut gefunden, mich auch in einem Forum zu registrieren, um mich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ich bin (noch) 36 Jahre alt und im Dezember 2020 wurde bei mir eine bipolare Störung diagnostiziert. Aktuell bin ich immer noch in einer depressiven Phase. Ich war von Anfang Dezember 2020 bis Februar 2021 stationär in einer psychosomatischen Klinik, wo ich auch 2011 wegen Depressionen schon einmal behandelt wurde. Aufgrund sehr umfangreicher Anamnese wurde nun ein bipolare Störung diagnostiziert. Die Hochphasen sind allerdings nicht ganz so extrem - also nicht so, dass ich mich z.B. in Lebensgefahr begebe. Allerdings gebe ich dann z.B. sehr viel Geld aus (und es haben sich auch schon Schulden angehäuft) und ich bin sehr übersteigert in meinen Leistungen, schlafe wenig und bin kaum zu bremsen...

Ich bin zum 2. Mal verheiratet mit einem ganz tollen Mann, der jetzt auch voll hinter mir steht. Mit mir macht das schon einiges... Ich habe momentan das Gefühl, dass ich aus der Depression gar nicht wirklich heraus komme. Die "Hochs und Tiefs" wechseln auch mal tage- und sogar stundenweise... Damit alles stimmungsmäßig etwas gedämpfter verläuft, nehme ich seit Dezember Quetiapin. Gerade abends hilft es mir sehr, da ich endlich wieder Schlaf finde.

Sehr stark wurde meine Depression ausgelöst im letzten September, als meine ältere Tochter (sie ist 7) immer aggressiver und unkontrollierter vor allem mir gegenüber wurde. Sie musste stationär in eine Kinder-Psychosomatik, wo auch ich für 3 Wochen mit ihr auf einer Mutter-Kind-Station war. Dort wurde eine Bindungsstörung diagnostiziert - und es wurde klar, dass sie nicht mehr bei mir im Haushalt leben kann. Das hat mich sehr mitgenommen. Ich habe noch eine 2. Tochter - sie ist 4 Jahre. Mit ihr habe ich emotional keine Probleme. Es hat mich im Großen und Ganzen aber sehr mitgenommen, dass meine große Tochter zu ihrem leiblichen Papa ziehen musste und ich mir (endlich) eingestanden habe, dass ich zu ihr emotional keine Bindung aufbauen kann. Auch das habe ich in meiner stationären Therapie bearbeitet.

Durch die Diagnose der bipolaren Störung kann ich mir einige Dinge der Vergangenheit, die ich gemacht habe oder die passiert sind, besser erklären. Ich bin von Beruf Lehrerin, es war eigentlich immer mein Traumberuf. Aber auch hier habe ich gemerkt, dass ich in den letzten Monaten immer weniger belastbar wurde. Corona hat alles noch verschlimmert, alle Dinge, die mich bis dato immer ein wenig aufrecht gehalten hatten, sind weggebrochen. In der Schule wurde es immer mehr und immer mehr, so dass ich vor meinem Krankenschein bei über 50 Wochenstunden war... Seit Oktober 2020 bin ich jetzt krank geschrieben. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Amtsarzt. Ich möchte nicht mehr voll in meinen Beruf zurückkehren. Mein Therapeut hat mir klar gemacht, dass Stress nicht gut ist und eine Manie auslösen kann. Und ich merke auch, dass meine Kräfte viel schneller nachlassen, ich schneller gereizt und überfordert bin. Das macht mich natürlich auch traurig... Es sind momentan viele Gefühle in mir, mit denen ich erst einmal klar kommen muss... Beruflich ändert sich einiges, privat hat sich einiges geändert... Alles Faktoren, die es mir nicht leicht machen zur Zeit... Deshalb traue ich mich jetzt in ein Forum um einfach einen Austausch zu haben.

Ich weiß gar nicht, was ich noch alles schreiben soll... Wenn ihr Fragen habt, gerne, darauf freue ich mich! Liebe Grüße

mrsblass


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10.03.2021 11:04
avatar  Ela
#2
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Ela

Hallo & Herzlich Willkommen liebe mrsblass

Ich wünsche Dir ein sehr bereichernden Austausch hier. Wundervoll das Du den Mut hast hier zu sein & soviel von dir persönlich preis gibst. So habe ich auch angefangen in einem Forum vor vielen Jahren.

Wir sind Alle Wundervoll, weil wir unsere Wunden zu Wundern machen.

Bitte gebt niemals auf, Ihr seid voller wundervoller Möglichkeiten für ein liebevolles, selbstbestimmendes wohlfühlendes Leben

Ich habe auch immer in Manien auch viel Geld aus gegeben, weil ich in " normalen " & Depri Phasen mich immer unbewusst selbst unterdrückt hatte, keine Selbstliebe daher keinen Selbstwert. Und durch das unterdrücken all unserer wahren Gefühle & Gedanken & deren Handlungen, unsere wahren Wünsche, unsere wahres Sein tun wir es in den Manischen Phasen, weil die wie ein Dampfkessel sind, der dann alles angestaute explodieren lässt. In der Depression sind wir Ohnmächtig & in der Manie sind wir Übermächtig, also keine innere Ausgeglichenheit.

Wünsche Dir Alles Liebe

Falls Du im Facebook bist, ich habe heute eine Gruppe gegründet. Dort berichte ich alles über meinen Weg in mein Wahres SEIN in meine innere Balance.

Herzlichst & in tiefem Respekt Manuela

VertrauDirSelbst, denn Du hast DEINE Selbstermächtigung = Selbstliebe in Dir.

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