Richtige Diagnose?

19.02.2021 12:42
#1
ös

Liebe Foren-Mitglieder,
ich möchte euch gerne um eine Einschätzung bitten. Ich bin 25 Jahre alt und habe im letzten Winter eine Phase sehr düsterer Stimmung durchgemacht, was aber auch mit einer Beziehungstrennung zu tun hatte. Zeitglich war es Winter und ich musste mich intensiv auf Abschlussprüfungen vorbereiten. Nachdem die Prüfungen überstanden waren, setzte eine Phase mit extremer Euphorie, Redseligkeit, Tatendrang und sehr wenig Schlaf ein. Zeitgleich war es Sommer geworden. In dieser Phase verschoss ich mich auch auf eine mir bisher unbekannt intensive Weise in einen Arbeitskollegen. Im Herbst zog ich aus dem Ort weg und es änderte sich plötzlich alles, sodass ich jetzt in einer vermutlich tatsächlich depressiven Phase bin.
Eine Ärztin in einer bipolaren Sprechstunde diagnostizierte mir die Störung, sodass ich nun Medikamente zur Stabilisation und gegen die depressive Stimmung einnehmen soll. Ich weiß wirklich nicht, ob es vielleicht auch einfach die Umstände waren oder bei mir wirklich intern etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Wie kann man das entscheiden? Gibt es so etwas wie eine zu frühe übereilte Diagnose? Mich beunruhigt auch, dass ich zwar Medikamente verschrieben bekommen habe, aber kein Angebot zur Psychotherapie. Wäre das nicht ggf. sinnvoller oder zu mindestens in Kombination denkbar?
Heute ist der erste Tag an dem ich mit der Einstiegsdosis begonnen habe. Ich fühle mich etwas schwindelig. Vielleicht ist das aber nur Einbildung. In jedem Fall habe ich Angst davor, dass ich vielleicht fälschlicherweise Medikamente nehme. Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht länger in dieser depressiven Stimmung sein.
Ich freue mich über eure Rückmeldungen.
Liebe Grüße östja25


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21.02.2021 10:21 (zuletzt bearbeitet: 21.02.2021 10:21)
avatar  Ela
#2
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Ela

Hallo Östja

Herzlich Willkommen

Oft gibt es einen Trigger für die Auslösung der Extremen. Könnte sein das die Trennung der Auslöser war. Ob Du jetzt Medikamente nehmen willst oder nicht, dass liegt in deiner eigenen Entscheidung.

Wichtig ist das Du gut für dich selbst sorgst, damit es dir nicht noch schlechter geht oder du wieder nach oben gehst. Wenn du nicht schlafen kannst, dann nimm was zum schlafen, denn das ist sehr wichtig.
Und ja es ist auch sehr wichtig die Ursache heraus zu finden & daran zu arbeiten um damit in ein stabileres Sein zu kommen. Die Symptome zeigen dir ja auf, das du etwas in dir hast, was dich krank macht. Dein Körper projeziert es sehr deutlich, deutlich in der Stimmungungslage.

Beobachte auch deine Gefühle & Gedanken, was bewirken sie in dir. Was hast du für Wünsche, Träume, Gefühle die du unterdrückst. Wie nimmst du dich wahr in normalen Phasen, in den euphorischen Phasen, was tust du da ganz genau, das zeigt dir sehr viel auf.

Frag doch nach einer Therapie, wenn du eine machen möchtest.

Wünsche dir viele Selbsterkenntnisse & Unterstützung

Liebe Grüsse Manuela

VertrauDirSelbst, denn Du hast DEINE Selbstermächtigung = Selbstliebe in Dir.

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