Bald 22 und bipolar...

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20.07.2016 23:14
avatar  Lax94 ( gelöscht )
#1
La
Lax94 ( gelöscht )

Hallo an alle Mitglieder und Gäste dieser Homepage bzw. dieses Forums!
Ich komme aus dem Osten Niederösterreichs, bin bald 22 Jahre alt und leide an einer bipolaren affektiven Störung, die bei mir mit 17 diagnostiziert wurde.
Bereits davor führte ich ein Leben, das nur kurze stressfreie Phasen kannte: Angefangen beim Stottern, über 3 Schulterluxationen und einer schmerzhaften, lang andauernden Phimose bis hinzu der Scheidung meiner Eltern musste ich einiges durchmachen...
Doch nun bin ich bereit, die Zügel in die Hand zu nehmen und mein Leben mit und nicht gegen die Erkrankung zu führen ;)
Genau richtig, dass ich mich hier angemeldet habe.
LG Ingo


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23.07.2016 01:54
avatar  Mira ( gelöscht )
#2
Mi
Mira ( gelöscht )

Hallo Ingo,
deine Worte haben mich inspiriert. Ich möchte auch mein Leben in die Hand nehmen und mit und nicht gegen die Erkrankung leben.
Doch wie geht das? Ich bin etwas älter wie du doch bei mir hat es mit 18 begonnen.
MIRA


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23.07.2016 08:42
avatar  Lax94 ( gelöscht )
#3
La
Lax94 ( gelöscht )

Hallo Mira!
Womit hast du denn um meisten - bezüglich Erkrankung - zu kämpfen? Rastlos, motivationslos? Oder eher kreativ- und antriebslos?
Auch ich bin lange Zeit umhergeirrt, falscher Arzt usw. und sofort. Doch jetzt habe ich die Oberärztin eines nahen KHs als Psychiaterin und eine ultra liebe Psychologin, mit der i über alles reden kann ;)
UND Sport ist bei mir das um und auf, denn der powert aus, macht müde und der Rausch der Glückshormone im Gehirn is afoch toll :D
LG Ingo


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01.08.2016 20:10
avatar  bobby
#4
bo

hallo Ingo, das mit der Sprachstörung habe ich auch durch. Zu schnelles, spuckiges, stotterndes Sprechen. Wenn ich in einer Gruppe mal was sagte als Jugendlicher dann lachte immer mindestens einer von ihnen. Wie sprichst du denn? Oder, was hast du gesagt? Ich habe ja gar nichts verstanden. Solche Sachen kriegte ich immer zu hören. Das war schlimm. Schlimmer noch als der sexuelle Mißbrauch den ich erlebte. Ich denke auch Mißbrauch von meiner Mutter so als Gesprächspartnerersatz nach der Scheidung und in der Zeit kurz davor.
Das mit dem Sprechen hat mein Leben sehr geprägt, ich hatte Angst in der Schule mit Leuten zu reden, mich zu melden, vorzulessen!!! Ich redete ja auch sehr undeutlich. Ich habe mich so geschämt. Dann kam die Angst in der Lehre so richtig raus. Ich wusste auch gar nicht was ich sagen sollte, wie und mit wem. Das war der endgültige Absturz in meinen Alkoholismus. Ich hatte dann riesenangst vor dem arbeiten, nun wegen dem kater einerseits und der Sprechproblematik andererseits. So konnte ich auch nie Frauen ansprechen.
Ich ließ mich dann auf einen dubiosen Mann ein der zu mir sagte das wir gemeinsam was aufbauen können, er kenne sich aus. Ich habe alles auf dieses ´Pferd´, also unsere Geschäftsidee gesetzt. Wir starteten eine Anzeige und es kamen über 200 Zuschriften. Ich dachte, jetzt werden wir reich. Wir wollten Dienstleistungen wie Kredite anbieten für Leute die keine gute Schufa haben. Nach einem halben Jahr bin ich bei ihm ausgestiegen, nun Langzeitarbeitslos und um 50000 DM ärmer, das hiess 50000 Schulden. Aber auch dies geschafft.

Ich drücke dir die Daumen Ingo und spüre das du auf einem guten Weg bist.


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01.08.2016 20:19
avatar  bobby
#5
bo

@Mira; wenn ich zurückblicke war für mich das Durchhalten das wichtigste, für mich ist mein Alkoholismus das stärkste Symptom und ich bin nun über 18 Jahre trocken davon. Ich bin anfangs mehrmals die woche in einer Shg dafür gegangen und probierte in derem Programm zu arbeiten. Ich habe eine langjährige Gesprächstherapie hinter mir sowie 2 stationäre Therapien, das war wichtig für mich.

Momentan tut mir mein Hobby Gitarrespielen sehr gut und mein reinwachsen ins Qi Gong. Das beides klappt aber auch erst jetzt, hat also einige Jahre gedauert. Ich glaube meine Entscheidung Medikamente zu nehmen war gut, temporär bei mir. Gute soziale Kontakte finde ich auch wichtig, ist bei mir aber sehr problematisch. Leider.


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