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#1 Flucht in die Sucht von Laura 14.11.2017 21:23

Irgendwas ist es bei mir immer, was mir hilft bei meinen Problemen.
Eine Zeit lang war es Alkohol, momentan ist es wieder die Lust, zu hungern.
Anders schaff ich es nicht, zu überleben.
Wer hält das denn aus ohne Sucht?

Laura

#2 RE: Flucht in die Sucht von Bipolara 15.11.2017 09:15

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Hallo Laura,

bist du bei den Anonyem Alkoholikern? Die haben ein 12-Schritte-Programm, das bei Alkoholsucht sehr hilfreich ist, und auch so Affirmationen wie beispielsweise:
Gott, gib mir die Kraft, zu ändern, was ich ändern kann, die Gelassenheit, hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, und die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.

Das hat meiner Schwägerin damals sehr geholfen, sie ist trockene Alkoholikerin. Beim Essen ist es schwierig, einen Ansatz zu finden. Ich bin ebenfalls esssüchtig, und wenn ich weiß, mein Mann geht für den Marathon trainieren, hole ich meine Fressalien raus... Ich weiß, das ist kontraproduktiv und ich hab Diabetes, trotzdem hab ich diese Schwierigkeiten. Dieses Heimlich-Essen und dieses Hauptsache ich bin Satt... Wie soll ich das in den Griff kriegen?

Vor 18 Jahren habe ich aufgehört zu rauchen. Aufhören zu essen hieße verhungern. Das geht nicht.

#3 RE: Flucht in die Sucht von Fsociety 26.11.2017 22:14

Damit kenne ich mich gut aus :D
Bei mir ist das seit 10 Jahren eine Rotation aus online Gaming verbunden mit aufgeben der realen Kontakte, Isolation und Einsamkeit.
Alltägliche Aufgaben werden ziemlich anstrengend und sind nur schwer zu bewältigen(Einkaufen, Konversationen führen etc)
Irgendwann schwenkt das dann in exzessiven Sport um(in einem ungesunden Maß), ich geh wieder raus, finde auch recht schnell wieder Kontakt, bin überall und nirgendwo. (Gaming wird uninteressant)
Und zu guter letzt kommt dann die Phase des exsessiven Feierns mit Alkohol und Partydrogen.
Dauert natürlich nicht lange bis ich völlig im Arsch bin und dann fängt das ganze Spiel von vorne an.(Sport nicht mehr "möglich")
Das ist der Kreislauf aus dem mein Leben besteht, vereinfacht dargestellt.
In irgendetwas flüchte ich mich also immer und jedes mal suche ich in gewisser Weise mein "Seelenheil" darin, was natürlich völlig bescheuert ist, zumindestens objektiv betrachtet.
Ich muss dabei immer an den Spruch von Albert Einstein denken: "Die Definition des Wahnsinns ist, immer dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten."
Mir ist das ganze schon länger bewusst, was aber im Grunde keinen Einfluss darauf hat.

#4 RE: Flucht in die Sucht von Laura 27.11.2017 13:09

@Bipolara, @Fsociety,

Danke für Eure Antworten!

Nee, zu so einer Gruppe möchte ich nicht, ich finde das auch komisch von den Anonymen Alkoholikern mit den 12 Schritten und einer höheren Macht, das ist nichts für mich. Momentan schaffe ich es nicht ohne Alkohol weil alles zu viel ist. Ich bin abends meist so fertig von allem dass ich einfach nur noch den Kopf aus haben möchte und beame mich dann weg.
Ich muß mich in ein paar Tagen von meinem Pferd trennen, da sie nicht mehr fressen kann. Wenn man 33 Jahre lang zusammen ist, dann weiß man nicht, wie man so etwas aushalten soll.

Liebe Grüße

Laura

#5 RE: Flucht in die Sucht von Laura 30.11.2017 18:12

niemand hilft

ist eben nur ein pferd

ich habe keinen bock mehr und werde mich von allen verabschieden

was soll der ganze verlogene dreck?

ich mach bei nix mehr mit

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